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Archiv 2015 - 2017

   
Die aktuellste Meldung wird jeweils an erster Stelle angezeigt. Die ältesten Einträge werden im Archiv abgelegt.
 

 

„Immaterielles Kulturerbe Bayern“

Seit dem Jahr 2003 stellt die UNESCO mit dem „Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Bundesrepublik Deutschland ist dieser Vereinbarung im Jahr 2013 beigetreten. Mündlich überlieferte Traditionen, darstellende Ausdrucksformen (Musik, Theater, Tanz), gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken können seither auf entsprechenden Antrag hin in Verzeichnissen auf nationaler Ebene sowie im Bayerischen Landesverzeichnis Aufnahme finden. Eine Eintragung kann ausschließlich im Rahmen bundesweit einheitlicher Bewerbungsrunden erfolgen.

Seit dem 1. April und noch bis zum 30. Oktober 2017 besteht für in Bayern ansässige Träger kultureller Ausdrucksformen die Möglichkeit einer Antragstellung beim Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Antragsteller und sonstige Interessierte können sich in Bayern bei der eigens geschaffenen Beratungsstelle informieren und beraten lassen. Die „Beratungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern“ ist beim Institut für Volkskunde der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München angesiedelt.

Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter:

www.ike.bayern.de

 www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe.html

 


 

 

Der Verband Bayerischer Geschichtsvereine  trauert um Dr. Ernst Günther Krenig,

 

ehemaliger Beirat und Träger der Aventinus-Medaille, der im Dezember 2016 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

 

Er  hinterlässt eine große Lücke bei seinem Verein, den Freunden Mainfränkischer Kunst und Geschichte.

Dr. Ernst-Günter Krenig, Franke von Geburt und Bewusstsein, hat nach dem Abitur in schwerer Zeit und einem erfolgreichen Studium der Fächer Geschichte, Deutsch und Erdkunde  in mittelalterlicher Geschichte und historischen Hilfswissenschaften beim unvergessenen Otto Meyer promoviert und damit ein hervorragendes Rüstzeug für seine spätere landesgeschichtliche Forschertätigkeit erworben. Er legte damit den Grund für eine höchst erfolgreiche, nahezu  40-jährige Karriere als Gymnasiallehrer in Würzburg.

Im Zentrum seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten stand früh schon sein Engagement  bei den „Freunden Mainfränkischer Kunst und Geschichte“.

Schon in jungen Jahren Beiratsmitglied, amtierte er von 1969 bis 2002 als Schriftleiter des Mainfränkischen Jahrbuchs, der Mainfränkischen Hefte und der von ihm begründeten Reihe „Mainfränkische Studien“ , eine geradezu unglaubliche und vorbildhafte Leistung.

Als 2. Vorsitzender seit 1982 und 1. Vorsitzender seit 1992, wurde er zur prägenden Persönlichkeit des Vereins.

Er  kreierte den erfolgreichen Wettbewerb„Junge Geschichtsforscher“, installierte den Carl-Gottfried-Scharold-Preis und wirkte 1990 – aufbauend an alten historischen Beziehungen – entscheidend an der Gründung des Henneberg-fränkischen Geschichtsvereins in Thüringen mit, dessen Ehrenmitglied er zurecht geworden ist.

Seine Publikationsliste, die 55 Jahre wissenschaftlichen Schaffens widerspiegelt, umfasst über 100 Titel, darunter sein Meisterstück, die gemeinsam mit Dr. Kolb herausgegebene „Unterfränkische Geschichte“ in sieben Bänden.

Als engagiertes Mitglied in verschiedenen Gremien und Beiräten - darunter auch  von 1989 bis 2005 in unserem Verband - ist er zu einem Aktivitätszentrum unterfränkischer Geschichtsforschung und -vermittlung geworden, wahrhaft ein „magister doctus“, der - in Forschung mehr als sattelfest und Lehre mit reicher Erfahrung ausgestattet - sein Können stets uneingeschränkt in den Dienst seiner Stadt und Region gestellt hat.

Dafür dankte ihm der Verband der bayerischen Geschichtsvereine und zeichnete ihn mit der Aventinus-Medaille aus (Foto).

Mit seiner Kompetenz aktiver Mitarbeit hat er sich um den Verband in hohem Maße verdient gemacht. Wir werden ihn sehr vermissen.

 

Prof. Dr. Manfred Treml

 

 

http://www.gda.bayern.de/home/


 

 

Der Verband Bayerischer Geschichtsvereine  trauert um Hans Roth,

 

ehemaliger 2. Vorsitzender, Beirat, Ehrenmitglied und Träger der Aventinus-Medaille, der am 16. August 2016 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

 

 

 

Hans Roths überragende Leistungen für den Historischen Verein Laufen, den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, den Verband Bayerischer Geschichtsvereine, sein Engagement im Landesdenkmalrat und im Rundfunkrat und anderes mehr sind bereits mehrfach gewürdigt worden.

 

Für seine außergewöhnlichen Leistungen im Verband bayerischer Geschichtsvereine wurde er schon 2014 zum Ehrenmitglied ernannt. Am 12. September 2015 wurde ihm die  Aventinus-Medaille  in Laufen verliehen.

 

Hans Roth diente dem Verband bayerischer Geschichtsvereine über 20 Jahre als außergewöhnlich zuverlässiger und loyaler stellvertretender Vorsitzender und Beirat und gab Jahrzehnte lang als engagierter Redakteur das Mitteilungsblatt des Verbandes heraus.

 

 

Eine Stütze des Verbandes war er schon zu Zeiten von Karl Bosl, als er 1984 in Weißenburg zum Schatzmeister gewählt wurde.

Sein grundlegender Vortrag „Zur Situation der Heimat- und Geschichtsvereine in Bayern“ aus dem Jahre 1987 stellte damals eine wichtige Bestandsaufnahme dar und enthielt programmatische Aussagen für die künftigen Aufgaben der Geschichtsvereine, die bis heute zitiert werden.

1989 übernahm er in Nördlingen gemeinsam mit Manfred Treml als dessen Stellvertreter die Verantwortung für den Verband.

 

In all den Jahren ist er im Verband getreuer Ratgeber und Helfer gewesen, der ohne große Worte, aber mit viel Tatkraft auch einsprang, wenn Not am Mann war, einer, der zuhören konnte und gelassen blieb auch in manchen Aufgeregtheiten unseres Kulturbetriebes.

 

Mit seiner Beständigkeit und Kompetenz hat er sich um den Verband in hohem Maße verdient gemacht. Wir werden ihn sehr vermissen.

 

Prof. Dr. Manfred Treml

 

 


Brigitte Fassbaender und Manfred Treml sind Oberbayerische Kulturpreisträger 2015

23.12.2014

Bezirk Oberbayern zeichnet Sängerin und Historiker aus

Die Kammersängerin und Regisseurin Brigitte Fassbaender und der Historiker Manfred Treml erhalten den Oberbayerischen Kulturpreis 2015 – das hat der oberbayerische Bezirkstag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden. Der Bezirk vergibt seine höchste kulturelle Auszeichnung jedes Jahr an zwei Personen, die sich um die Kultur in Oberbayern verdient gemacht haben.

Brigitte Fassbaender (geboren 1939 in Berlin) debütierte nach einem Gesangsstudium am Konservatorium Nürnberg bereits 1961 an der Bayerischen Staatsoper. Sie sang bald unter berühmten Dirigenten wie Hans Knappertsbusch und Karl Böhm. Sie ersang sich im Laufe der Jahre alle bedeutenden Partien ihres Fachs Mezzosopran und gastierte an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. In der zweiten Hälfte ihrer Karriere prägten vor allem Konzert- und Liedgesang ihr musisches Schaffen. 1995 beendete Brigitte Fassbaender ihre Gesangskarriere und widmete sich ausschließlich der Regie von Oper und Schauspiel. Von 1999 bis 2012 leitete sie als Intendantin das Tiroler Landestheater in Innsbruck. 2005 wurde die Kammersängerin als Nachfolgerin von Wolfgang Sawallisch Vorsitzende der Richard-Strauss-Gesellschaft in Garmisch-Partenkirchen und seit 2009 ist sie auch künstlerische Leiterin des dortigen Richard-Strauss-Festivals. Als Intendantin und Regisseurin setzt sich Brigitte Fassbaender unter anderem für die Entwicklung junger Nachwuchskünstler ein.

Manfred Treml (geboren 1943 in Eggenfelden) studierte Geschichte an der LMU München, wo er 1976 auch promovierte. Nach seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer in München wechselte er 1980 an die Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen, um dort die Leitung des Referats Geschichte zu übernehmen. Von 1985 bis 2001 war er Stellvertretender Direktor am Haus der Bayerischen Geschichte, wo er zahlreiche Landesausstellungen wie Salz macht Geschichte (1995) oder Bayern – Ungarn. Tausend Jahre (2001) betreute und auch für die Neugestaltung der Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Dachau verantwortlich war. 2001 wurde der Historiker als Honorarprofessor an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt berufen. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung des Museumspädagogischen Zentrums München (MPZ), die er bis 2010 innehatte. Ehrenamtlich leitet Manfred Treml eine Reihe von Verbänden und Vereinen, unter anderem ist er Vorsitzender des Verbandes bayerischer Geschichtsvereine und des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Er gehört als Verbandsvorsitzender dem Präsidium des Bayerischen Heimattags an, ist Vorsitzender des Hörfunkausschusses der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Mitglied im Beirat des Hauses der Bayerischen Geschichte. 

mehr: 23.12.2014 - http://www.bezirk-oberbayern.de/Pressemeldungen/?FID=2378.2461.1

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