Ehrungen                                                                                                                                                       
 
Auf dieser Seite werden die Ehrungen, die der Verband Bayerischer Geschichtsvereine zu vergeben hat, aufgezeigt. .
 
 
Ehrenmitgliedschaften                                                                                                                                
 

 

Zu Ehrenmitgliedern wurden bisher ernannt:

1961   Dr. Reinhold Schaffer,  Direktor des Stadtarchivs München a. D., 1. Vorsitzender 1949 bis 1961

1966   Dr. Josef Keim, Straubing

  Professor Dr. Georg Fischer, Kulmbach

  Prof. Dr. Max Spindler, München

1968   Stadtarchivrat a. D. Albert Aschl, Rosenheim

1990   Prof. Dr. Karl Bosl

2013   Hans Roth,  seit 1985 im Vorstand u. a. als Schatzmeister, Schriftleiter und seit 1991 als 2. Vorsitzender

 

Die Aventinus-Medaille                                                                                                                                

 

Seit 1968 verleiht der Verband bayerischer Geschichtsvereine die »Johannes-Thurmair-Aventin-Medaille«, kurz »Aventinus-Medaille«, an Persönlichkeiten, die sich um die historische Forschung und Volksbildung in Bayern verdient gemacht haben.

Die Verleihung findet in der Regel beim Festakt anlässlich des in zweijährigem Abstand abgehaltenen »Bayerischen Heimattages«, der gemeinsamen Veranstaltung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, des Bundes Naturschutz in Bayern und des Verbandes der bayerischen Geschichtsvereine, statt.

Benannt ist die Ehrenmedaille nach dem »Vater der bayerischen Geschichtsschreibung« Johannes Thurmair aus Abensberg, genannt Aventinus, und erinnert damit an Leben und Werk dieses bedeutenden bayerischen Humanisten.

Mit dieser Medaille will der Verband Dank und Anerkennung denjenigen aussprechen, die in stiller, oft unspektakulärer Arbeit und meist über Jahrzehnte hinweg ihrer Stadt, ihrer Region oder dem Land Bayern dienen. Mit dieser festlichen Verleihung fällt auch das Licht der Öffentlichkeit auf die ebenso kontinuierliche wie unverzichtbare Leistung der historischen Vereine, von denen immerhin 217 im Verband bayerischer Geschichtsvereine zusammengeschlossen sind.

Forschung und Vermittlung sind ihr Anliegen, als Lobbyisten für Geschichtsbewusstsein und als das historische Gewissen ihrer jeweiligen Region mischen sie sich ein.

Wie viele unserer Kultureinrichtungen sind die historischen Vereine Kinder der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, Produkte einer fruchtbaren Bürgerkultur, derer wir uns keineswegs zu schämen brauchen.

Ohne dieses bildungsbürgerliche Engagement sähen unsere regionalen Kultur­landschaften sehr viel bescheidener aus, wäre es um die Regional- und Lokalkultur unseres Landes und das historische Bewusstsein seiner Bürger weitaus schlechter bestellt, wären die »mental maps« der Menschen weniger reichhaltig.

Diese Vereine engagierter Privatleute sind damit auch längst, meist ohne es selbst zu wissen, ein besonders stabiler und zuverlässiger Teil einer von ehrenamtlich Engagierten getragenen Bürgergesellschaft, die inzwischen immer häufiger als Garant für ein künftiges Europa beschworen wird, das auf Bürgernähe und Partizipation aufbaut.

Im Wettbewerb um die Köpfe und Herzen der Menschen wird es durchaus entscheidend sein, ob wir ein »Europa von unten« an unseren Schulen vermitteln können, in dem Heimat, Region und Land ihren Stellenwert behalten, in dem Dialekte, Hauslandschaften und Brauchtumspflege noch als förderungswürdig gelten, ob an unseren Universitäten Landesgeschichte und Volkskunde einen an­gemessenen Platz behalten, nicht nur als geduldete Nischenfächer, ob die Länder im Rahmen ihrer Kulturhoheit den Rundfunk auch weiterhin als Kulturinstitution organisieren können oder ob die marktgängige Sichtweise der EU die Oberhand gewinnen wird.

Vor allem der Geschichtsunterricht mit landes- und regionalgeschichtlichen Zugängen, mit Museumsbesuchen, Archiv-Erfahrungen und dem erlebnisreichen Besuch von historischen Stätten ist nicht überflüssig geworden, obwohl dies in den vergangenen Jahren nicht mehr Gemeingut in der bayerischen Politik war.

Auch die Denkmalpflege und die Erhaltung der Kulturlandschaft gehören für die historischen Vereine zum Kernbereich eines Kulturstaates, eine Selbstverständlichkeit, die in den vergangenen Jahren durchaus in Frage gestellt wurde.

Zu hoffen bleibt, dass die Woge der un- und antihistorischen Irrungen eines aufgeregten ökonomischen Zeitgeistes allmählich abebbt und das Land wieder die ruhigeren Gewässer von ernster Bildung und geistiger Nachhaltigkeit erleben kann.

Die beispielgebenden Leistungen Einzelner, die mit Tatkraft und Mut Vorbild geworden sind und dafür die Auszeichnung des Verbandes erhalten, geben dazu einen entscheidenden Ansporn.

 

Mit der Medaille ausgezeichnet wurden bisher:

 

1968 in Straubing

Stadtarchivrat i. R. Albert Aschl, Rosenheim; Univ.-Prof. Dr. Karl Bosl, München; Prof. Dr. C Fischer, Kulmbach; Oberstudienrat i.R. Dr. Josef Keim, Straubing; Univ.-Prof. Dr. Max Spindler München

1969 in Coburg

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pfeiffer, Erlangen

1975 in Dillingen

Archivdirektor a.D. Dr. Sebastian Hiereth, Landshut (beschlossen bereits 1970)

1975 in Abensberg aus Anlass des 500. Geburtstages des Geschichtsschreibers Johannes Aventinus

Ministerialdirektor im Finanzministerium Prof. Dr. Otto Barbarino, München; Stadtarchivdirektor Dr. Friedrich Blendinger, Augsburg; Bistumsarchivdirektor Dr. Peter von Bomhard, Prien; Stadtarchivdirektor Dr. Richard Dertsch, Kaufbeuren; Staatsbankdirektor Dr. Artur Model, München; Hochschulprofessor Dr. Josef Oswald, Passau; Fürstl. Archivdirektor Prof. Dr. Max Piendl, Regensburg; Staatsarchivdirektor Dr. Otto Puchner, Nürnberg; Stadtarchivdirektor Dr. Michael Schattenhofer, München; Staatsarchivdirektor Dr. Heribert Sturm, Amberg

1985 in Kulmbach

Kreisheimatpfleger und Kulturreferent Hans Stößlein, Kulmbach

1989 in Nördlingen

Bezirksheimatpfleger Dr. Hans Bleibrunner, Landshut

1991 in Passau

Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Roth, Bamberg

1993 in Kitzingen

Univ.-Prof. Dr. Alfred Wendehorst, Erlangen

1995 in Amberg

Stadtheimatpfleger Otto Schmidt, Amberg; Museumsleiter Dr. Helmut Wolf, Theuern

1997 in Bamberg

Stadtheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Guth, Bamberg

2001 in Freising

Univ.-Prof. Dr. Hubert Glaser, Hohenbachern bei Freising

2003 in Lindau

Univ.-Prof. Dr. Pankraz Fried, Augsburg; Reinhold Böhm, Vorsitzender des Geschichtsvereins Alt-Füssen, Füssen

2005 in Straubing

Studiendirektor und Stadtheimatpfleger Alfons Huber, Straubing; Kreisarchäologe Dr. Karl Schmotz, Deggendorf

2006 anlässlich der 150-Jahrfeier des Historischen Vereins Landsberg am Lech

Studiendirektor i.R. Klaus Münzer, Landsberg

2006 im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Verbandes in München

Richter am OLG Dr. h.c. Lothar Friedrich Braun, Bamberg; Museumsdirektor Prof. Dr. Hans Frei, Augsburg; Studiendirektor Dr. Ernst-Günter Krenig, Würzburg; Studiendirektor Dr. Wolf-Armin Frhr. von Reitzenstein, München; Univ.-Prof. Dr. Alois Schmid, München

2009 in Neumarkt/Opf.

Archivdirektor Dr. Martin Dallmeier, Regensburg

2011 in Bad Steben

Longin Mößlein, Gerolzhofen

2013 in Dinkelsbühl

Dr. Michael Diefenbacher, Nürnberg

2015 Laufen

Hans Roth, Laufen, Laudatio, Salzfass 11/2915, Einladung Festakt

 

  

Verleihung von Ehrennadeln                                                                                                                      

Die Ehrennadel, die der Verband im Jahre 2008 eingeführt hat, wird an langjährige Mitglieder historischer Vereine verliehen, die verantwortungsvoll in Vorstand oder Beirat mitgewirkt haben, aber auch an besonders engagierte Mitglieder, die sich auf andere Weise um ihren Verein verdient gemacht haben. Geehrt werden aber auch Persönlichkeiten, die grundlegende Leistungen in Form von Publikationen, Ausstellungen, Sammlungen etc. für ihren Verein erbracht haben. Auf Anfrage durch den jeweiligen Vereinsvorstand entscheidet der Verband über die Verleihung. Die Überreichung erfolgt meist im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung durch ein Mitglied des Vorstandes oder des Beirates des Verbandes. 

   
Ehrennadeln wurden verliehen an:    

- Franz Umscheid, Bürgstadt

- Walter von Molo, Freising

- Karl-Heinz Keller, Nürnberg

- Dr. Johann Dorner, Burghausen

- Karl Baumann, Dillingen

- Erich Pawlu, Dillingen

- Herbert Rösch, Dillingen

- Dr. Martin Geiger, Wasserburg

- Alfred Maier, Traunstein

- Walter Wendler, Bayreuth

- Erika Rahnsch, Waldkraiburg

- Dr. Hans Jürgen Schubert, Stein a. d. Traun

- Herbert Klein, Surberg

- Josef Wendlinger, Surberg

- Helmut Vollmann, Schongau

- Werner Häring, Pilsting

- Wilhelm Able, Pilsting

- Gustav Eichler, Karlstadt

- Georg Büttner, Karlstadt

- Prof. Dr. Lutz Dieter Behrendt, Deggendorf

- Landrat a.D. Dr. Georg Karl, Deggendorf

- Georg Wimmer, Surberg